Caesar Salat mit Römersalat, frischen Kräutern aus dem Küchengarten und gerösteten Croutons auf weißem Teller

Caesar Dressing – das Original-Rezept aus Tijuana

Kaum ein Dressing hat einen so filmreifen Ursprung wie dieses hier: Erfunden wurde es nicht in Italien, sondern 1924 in einem fast leergekochten Restaurant in Tijuana, mitten in der amerikanischen Prohibitionszeit.

Aus Mangel an Zutaten zauberte Caesar Cardini damals etwas völlig Neues auf den Tisch – frisch, herzhaft, direkt vor den Augen der Gäste angerührt. Die ganze Geschichte dazu, inklusive Conrad Hilton, der den Salat später weltberühmt machte, findest du in unserem Artikel auf artischocke-whv.de.

Bei mir in der Küche steht das Dressing regelmäßig auf dem Tisch – nicht nur für den klassischen Caesar Salad, sondern überall dort, wo es eine cremige, salzig-würzige Note braucht. Das Prinzip ist wie bei einer Mayonnaise: Eigelb und Öl werden langsam emulgiert, dazu kommen Sardellen, Parmesan und ein Spritzer Limette für die Frische. Kein Schnickschnack, keine Fertigprodukte – nur ein paar gute Zutaten, die zusammen mehr ergeben als die Summe ihrer Teile.

Hier zeige ich dir mein Rezept.

Caesar Dressing

Küche: GardemangerSchwierigkeit: Mittel
Portionen

4

Portionen
Zubereitungszeit

10

Minuten

Zutaten

  • 4 Eier (1 min gekochte)

  • 5 Sardellenfilets

  • 80g Parmesan

  • 0,3 l Olivenöl

  • 1- 2 Limetten

  • 1 El Dijon Senf

  • nach Geschmack Knoblauch, Worchester, schwarzer Pfeffer und Tabasco

Anweisungen

  • Die Eier in eine Schüssel geben. Das angekochte Eiweiß mit einem Löffel aus der Schale holen.
  • Sardellenfilets und Knoblauch hacken und zum Ei geben
  • mit Senf, Worchester, Pfeffer und Tabasco würzen
  • Die Eier mit einem Schneebesen schlagen und dabei das Öl in einem dünnen Strahl zugeben. Es entsteht eine Art Mayonnaise
  • Limetten auspressen und zum Dressing geben
  • Parmesan reiben und mit zum Dressing geben
  • erst am Ende salzen, falls noch notwendig

Notizen

  • Das Dressing erst salzen, wenn der Parmesan darin enthalten ist. Der Parmesan bringt ordentlich Salz mit!
  • Zum Schluß frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle. Ein unerlässlicher Gewürzkick.

Häufige Fragen

Wie lange hält sich Caesar Dressing im Kühlschrank?
Luftdicht verschlossen im Kühlschrank hält sich das Dressing 3 bis 4 Tage. Am besten in ein sauberes Schraubglas füllen – so bleibt es länger frisch und lässt sich direkt aus dem Glas dosieren. Vor dem Servieren einmal kurz durchrühren, falls sich etwas Öl absetzt.

Kann ich Caesar Dressing einfrieren?
Ich würde davon abraten. Die Emulsion aus Eigelb und Öl trennt sich beim Auftauen fast immer, und das Dressing wird körnig statt cremig. Besser: kleinere Mengen frisch zubereiten, das geht in 10 Minuten.

Wofür kann ich Caesar Dressing außer für Salat verwenden?
Es funktioniert genauso gut als Dip zu gegrilltem Gemüse oder Pommes, als Aufstrich in einem Sandwich mit gebratenem Hähnchen, oder als Sauce zu gegrilltem Spargel. Ein Löffel davon macht auch eine schlichte Kartoffel deutlich interessanter.

Gibt es eine Variante ohne rohes Ei?
Ja – statt rohem Eigelb kannst du Mayonnaise als Basis nehmen und Sardellen, Parmesan, Knoblauch, Senf und Limettensaft einfach untermischen statt zu emulgieren. Der Geschmack bleibt fast identisch, du sparst dir nur den Emulgier-Schritt. Praktisch, wenn du auf Nummer sicher gehen willst oder es schnell gehen muss. Aber original ist es dann nicht mehr.

Kann ich das Dressing auch ohne Sardellen machen?
Klar, dann fehlt aber die salzig-umami Tiefe, die das Dressing ausmacht. Ein guter Ersatz sind 1–2 TL Kapern, fein gehackt, plus einen Spritzer mehr Worcestersauce – kommt geschmacklich nah ran, auch wenn Puristen protestieren werden.

Warum schmeckt mein Dressing zu sauer oder zu bitter?
Meistens liegt’s am Knoblauch – roher Knoblauch kann schnell dominieren. Reib ihn möglichst fein oder lass ihn kurz in der Limette ziehen, das nimmt die Schärfe. Bei zu viel Säure hilft ein zusätzlicher Löffel Öl, etwas Zucker oder etwas mehr Parmesan zum Ausgleichen.

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